| Meine
Aquarelle entstehen auf eine ungewohnte Art und Weise. Ich stehe mit
Fischerstiefeln mitten im Wildbach, an meinem Gürtel sind
Flaschen mit aufgelöster Aquarellfarbe befestigt und die große
Aquarellpapier-Rolle (1,20x10m) spanne ich über das Bachbett. Je
nach Stimmung gebe ich die Farben auf
das Papier, tauche das Papier kurz ins Wasser oder lasse die Gischt
spielen. Diese Malweise kann als Symbiose mit der Natur bezeichnet
werden. Wenn ich mich total der Strömung unterordne, entstehen auf dem
Bild automatisch die gleichen Formationen, die das Bachbett unter mir
aufweist, auch die der Pflanzen und Moose am Bachrand sind
identisch. Die Temperatur des Wassers spielt eine große Rolle.
Bilder in kalten, bzw. eisigen und reißenden Gewässern werden härter,
als jene in warmem, sumpfigem und ruhigem Wasser. |
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