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Die Zahl 8
08.08.2008
(Ziffernsumme: 8 = 8+8+2+8= 26 ~ 2+6 = 8).
Ich wähle die „8“weil
sie in der Zahlendeutung viele Parallelen zur Thematik aufweist und
in meinem Leben bei wesentlichen Veränderungen präsent ist.)
Numerologisch ist die 8
nach der 7 die letzte materiell beeinflusste Zahl. In sie fließt
schon das Schöngeistige ein (Kunst, Muse).
In der ethisch-symbolischen Zahlenwelt
erscheint die 8 sowohl als Neues nach der „bösen 7“, sowie als
noch nicht erreichte Vollendungszahl 9 als Sinnbild der Weihe, zur
Pflichterfüllung im Streben nach Vollendung und damit auch als eine
Rettungs- und Glückszahl. Eine liegende 8 symbolisiert den Frieden.
Eigenschaften. Die 8 ist, ähnlich der Null,
eine in sich geschlossene Schleife - in der Mathematik steht sie für
das Unendliche.
Arithmetisch
betrachtet ist die 8 die erste Kubikzahl der Zahlenreihe und besitzt
außerdem die Eigentümlichkeit, dass jedes Quadrat einer ungeraden
Zahl durch sie mit dem Rest 1 geteilt werden kann, oder anders
gefasst, dass jede ungerade Zahl, mit sich selbst multipliziert, ein
Mehrfaches von 8 und darüber hinaus einen Rest von 1 ergibt (u²=8x+1;
z.B. 5²=(8x3)+1 oder 25=24+1). Ihrer Stellung in der Zahlenreihe
nach ist sie erstens =7+1, d.h. der Anfang von etwas Neuem nach
etwas Siebenfachem (nicht nur, wie A. Jeremias ATAO³,S. 664 sagt,
der Anfang einer neuen Siebenreihe), zweitens aber auch = 9-1, d.h.
eine unvollständige Neunerreihe, und drittens = 2x4, eine
Verdoppelung der 4; vgl. das alt-elamitische Oktogramm:

Astral zeigt
sich die 8 in dem „8. Himmel“, d.h. dem heiligen Sitz des höchsten
Gottes über den 7 Planetspären (vgl. A. Heremias, Handbuch, S.43),
sodann in der Achterteilung des himmlischen Kreislaufes, dem die 8
Weltrichtungen und die 8-teilige Windrose (chinesisch: pat fung, die
8 Winde) entsprechen, weshalb auch Ischtar-Venus, da das elamitische
Venusjahr 8 Monate zählt, der Jahreskreislauf also achtgeteilt ist,
einen 8-strahligen Stern trägt, wie übrigens auch die älteste
Madonna in den Katakomben von Santa Priscilla bei Rom (fgl. A.
Jeremias, a.a.O., S. 97, 101f., 160, 150 und ATAO³, S. 664).
Rettungs- und Glückszahl:
Wie der
8. Ton der vollen Oktave (nach der vielleicht die Psalm 6, 1,
12, 1 sowie 1. Chron. 15, 21 erwähnte
8saitige Harfe gestimmt war) eine neue Tonfolge beginnt, so erfolgt
bei den Israeliten, nachdem das 7. als Sabbathjahr saatlos war, im
8. die Neusaat (3. Mose 25, 22). Am 8. Tage bringen die nach Aussatz
usw. wieder rein gewordenen ihr pflichtmäßiges Opfer (3. Mose 11,
10; 15, 14; 4. Mose 6, 10); am 8. Tage nach der Geburt wird das
erstgeborene Vieh auf dem Opferaltar dargebracht (2. Mose 22, 30)
und der israelische Knabe durch das Bundeszeichen der Beschneidung
Gott geweiht ( 1. Mose 17, 18); am 8. Tage nach seiner Einsetzung
als Hohepriester bringt Aron sein erstes Weihopfer dar (3. Mose 9,
1). Vom 8. Tage des ersten Monats ab reinigt Hiskia 8 Tage lang den
entweihten Tempel (2. chron. 29, 17); im 8. Jahre wird nach siebenjähriger
Bauzeit der salamonische Tempel geweiht (1. Kön. 6, 38). Während
bei den Babyloniern der 7. Tag als Unglückszahl gilt, ist der 8.
Tag ein der Freude geweihter Glückstag (A. Jeremias, Handbuch, S.
64 oben). Unter besonderer Hervorhebung der 8-Zahl erwähnt 1. Petri
3, 20, dass 8 Menschen aus der Sündflut errettet und als Träger
einer neuen, besseren Zeit gesegnet wurden (vgl. 1. Mose 7,7 und 9,
1ff., nämlich Noah, sein Weib, ihre 3 Söhne und deren Weiber). –
Die sittliche Disziplin des buddhistischen „Edlen 8-fachen
Pfades“ (vgl meine Übersetzung von Olcotts „Buddhistischem
Katechismus“, § 126) ist die pflichtmäßige Vorbereitung auf den
Vollendungszustand des Nirvana. Einen weit höheren „8-fachen
Pfad“ zeigen die 8 + 1 Seligpreisungen des Evangeliums (Matth. 5,
3ff.); in diesen weihevollen Worten ist wirklich ein köstlicher Weg
zu sittlich-religiöser Vollendung und damit zur Erlösung und
Seligkeit gewiesen.
*) Auszüge aus dem literarischen Werk Mystik und Magie der Zahlen von Erich
Bischoff
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